“Alle für einen, und einer für alle”
Das traditionelle Credo der Musketiere – alle für einen und einer für alle – gilt auch für die Hells Angels. Sobald du das Abzeichen trägst, bist du ausnahmslos an den Kodex der Bruderschaft gebunden. Dazu gehört auch eine ihrer symbolträchtigsten Regeln: Wenn ein Fahrer angehalten wird, müssen alle anhalten. Das ist mehr als nur eine Tradition; es ist eine sichtbare Mauer der Verbundenheit. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl bleibt jedoch nicht ohne Folgen. Die Mitglieder werden dazu angehalten, sich gut zu benehmen, denn ein einziger Fehltritt kann die gesamte Gruppe ausbremsen. Und bemitleide den einsamen Offizier, der sich einem Meer von rumpelnden Fahrrädern und hundert steinernen Blicken stellen muss. Das nenne ich Druck.

Alle für einen, und einer für alle
Loyalität wird in hohem Maße erzwungen
Die Hells Angels erwarten nicht nur Loyalität, sie erzwingen sie auch. Auch wenn nicht jedes Mitglied ein Musterbürger ist und es immer wieder Verdachtsmomente über fragwürdiges Verhalten gibt, steht eine Regel über dem Rest: Verpfeife niemals. Du verrätst unter keinen Umständen einen Bruder. Punkt. Das Schweigegebot ist fest in der Clubsatzung verankert und wird fast schon religiös gehandhabt. Dieses Band zu brechen – den Pakt zu verraten – hat ernste Konsequenzen. Die Vergeltung ist schnell, rücksichtslos und oft endgültig. In dieser Welt ist Schweigen nicht nur ein Zeichen der Loyalität, sondern auch des Überlebens.

Loyalität wird sehr stark erzwungen

